Überspannungsüberwachung

ProLEC Basic

Der Raycap ProLEC Basic ist ein einfacher Blitzstromzähler (Lightning Current Sensor), der Blitzentladungen über die Ableitung erfasst und aufzeichnet. Er kann Ströme bis zu 100 kA (10/350 µs) messen und diesen Strömen widerstehen. An der Außenfassade eines Gebäudes oder Bauwerks montiert, liefert er wichtige Informationen über Häufigkeit, Datum und Uhrzeit der atmosphärischen Entladungen, die das Bauwerk betreffen — so können rechtzeitig Reparaturen oder vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden. Er verfügt über ein LCD-Display, einen kontaktlosen Sensor, Schutzklasse IP 65 und ist IEC 62561-6-konform.

Nach der Installation eines Blitzschutzsystems stellt sich die grundlegende Frage: Wurde die Anlage tatsächlich von einem Blitz getroffen, und wenn ja, wie oft und mit welcher Intensität? Ohne diese Information lässt sich nicht bestimmen, wann das System überprüft werden muss — ein Blitzeinschlag kann die Ableitung, die Klemmen oder die Erdungsanschlüsse beschädigt haben, ohne sichtbare Schäden zu hinterlassen.

ProLEC Basic schließt diese Lücke. Das Gerät erfasst den über die Ableitung (Down-Conductor) fließenden Blitzstrom und zeichnet das Ereignis auf. Die Mess- und Stehstromkapazität beträgt 100 kA (10/350 µs) — das heißt, es ist so ausgelegt, dass es der vollen Energie direkter Blitzeinschläge widersteht.

Das LCD-Displayzeigt die Anzahl der Blitzeinschläge sowie für jedes Ereignis Uhrzeit, Minute und Datum an. Mit den Tasten am Gerät können Uhrzeit/Datum eingestellt und der Aufzeichnungsverlauf (Log) angezeigt werden. Bis zu 999 Ereignisse werden aufgezeichnet.

Die kontaktlose Sensorbauweise ist für die Montage entscheidend: Das Gerät wird ohne jegliche Änderung an der bestehenden Installationdirekt auf die Ableitung montiert. Der Leiter wird nicht durchtrennt, zusätzliche Klemmen oder Anschlüsse sind nicht erforderlich.

Das Gerät arbeitet mit einer austauschbaren Batterie (CR17335 Lithium) — die Batterielebensdauer beträgt bis zu zwei Jahre. IP 65 -Schutzklasse und UL 94V-Z Polycarbonat -Gehäuse eignen sich für die Außenmontage. Die Betriebstemperatur beträgt -20 °C … +60 °C.

Das Produkt entspricht der IEC 62561-6 -Norm und ist RoHS, CE -zertifiziert.

  • Bis zu 100 kA (10/350 µs) erfasst und speichert Blitzeinschläge
  • Überwacht die Häufigkeit, das Datum und die Uhrzeit der Entladungen
  • LCD-Display — Anzeige von Blitzanzahl, Stunde, Minute und Datum
  • Über Tasten Uhrzeit-/Datumseinstellung und Anzeige der Aufzeichnungen
  • Bis zu 999 Ereignisse Speicherkapazität
  • Schwellenstrom: 1 kA (8/20 µs)
  • Kontaktloser Sensor — keine Änderung an der bestehenden Installation erforderlich
  • Direkt auf der Ableitung montiert
  • Austauschbare Batterie — CR17335 Lithium, bis zu 2 Jahre Lebensdauer
  • Ermöglicht rechtzeitige Wartung und vorbeugende Maßnahmen
  • Das Risiko unbemerkter Blitzschäden wird minimiert
  • Einfaches Installationsdesign für die Außenmontage
  • IP 65 Schutzklasse
  • Gehäuse: UL 94V-Z Polycarbonat
  • Betriebstemperatur: -20 °C … +60 °C
  • Norm: IEC 62561-6
  • Zertifikate: RoHS, CE

Technische Daten

ProLEC Basic
Bestellcode 130 523
Schwellenstrom Itc (8/20 µs) 1 kA
Mindest-Stoßstromfestigkeit Imcw (10/350 µs) 100 kA
Max. Anzahl gespeicherter Ereignisse 999
Stromversorgung CR17335-Lithiumbatterie — Lebensdauer bis zu 2 Jahren
Montagemethode Direkt auf der Ableitung
Betriebstemperatur -20 °C … +60 °C
Gehäusematerial UL 94V-Z Polycarbonat
Schutzklasse IP 65
Maße (L×B×T) 140 × 88,9 × 42,6 mm
Gewicht 440 g
Norm IEC 62561-6
Zertifikat RoHS, CE

ProLEC Basic wird in Gebäuden mit Blitzschutzsystem zur Aufzeichnung von Einschlägen eingesetzt:

  • Gebäude mit Blitzableiter — Aufzeichnung von Blitzeinschlägen an der Ableitung
  • Prüfung des Blitzschutzsystems (LPS) — Nachweis, dass das System tatsächlich belastet wurde
  • Industrieanlagen — Fabrik-, Lager- und Produktionsgebäude
  • Solarkraftwerke (Photovoltaikanlagen) — Freiflächen- und Dachanlagen
  • Windkraftanlagen — Turbinen und Standortinfrastruktur
  • Telekom-Basisstationen und Masten — hohes Risiko bei Hochbauten
  • Hochbauten und Türme — Standorte mit hoher Wahrscheinlichkeit eines Direkteinschlags
  • Kritische Infrastrukturanlagen — Krankenhaus, Rechenzentrum, Umspannwerk
  • Anlagen mit explosionsgefährdeten Bereichen — Petrochemie, Kraftstoff-, Gaslagerung
  • Programme zur regelmäßigen Wartung — Festlegung des Prüfzeitpunkts nach einem Einschlag
  • Versicherung und Schadensfeststellung — Dokumentation durch Aufzeichnung von Datum/Uhrzeit des Ereignisses
  • Blitzrisikoanalyse — Erfassung realer Einschlagsdaten vor Ort
  • Nachrüstung in bestehenden Anlagen — kontaktloser Sensor, kein Eingriff in die Installation erforderlich
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