Anwendung des Blitz-Frühwarnsystems

Blitzschutzsysteme schützen das Gebäude; das Frühwarnsystem schützt den Menschen und den Betrieb. Ein Blitzableiter oder ein Faraday-Käfig leitet den Strom eines einschlagenden Blitzes sicher in die Erde ab — er tut jedoch nichts für ein Team, das im Freien arbeitet, einen Tankwagen beim Betanken oder einen Kranführer in diesem Moment.

Blitz-Frühwarnsysteme überwachen beim Nahen eines Gewitters das elektrische Feld der Atmosphäre und entfernte Entladungen und melden das Risiko im Voraus. So gewinnt man Zeit, um den Betrieb zu stoppen, das Personal in Sicherheit zu bringen und empfindliche Systeme außer Betrieb zu nehmen, bevor die Gefahr das Gelände erreicht.

Als Yılkomer verantworten wir für INGESCO die Blitzerkennungs- und Frühwarnsysteme in der Türkei; wir übernehmen Systemauswahl, Positionierung, Installation und Inbetriebnahme von Anfang bis Ende.

Wie funktioniert das System?

Messung des atmosphärischen elektrischen Feldes

Beim Nahen einer Gewitterwolke verändert sich das elektrische Feld auf Bodenhöhe deutlich. Feldstärkesensoren überwachen diese Veränderung kontinuierlich und erkennen den Risikoanstieg, noch bevor eine Entladung stattgefunden hat. Dies ist die Phase, in der das System am frühesten warnt.

Erkennung entfernter Entladungen

Elektromagnetische Sensoren erfassen Wolke-Wolke- und Wolke-Erde-Entladungen in Kilometern Entfernung und bestimmen Entfernung und Annäherungsrichtung des Gewitters. In Kombination mit der Feldmessung erhält man sowohl die Information „das Risiko steigt" als auch „das Gewitter befindet sich in dieser Entfernung".

Gestufte Alarmstufen

Das System erzeugt je nach Entfernung und Risikograd gestufte Alarme: Meldung eines fernen Gewitters, Bereitschaftswarnung und Notfallalarm. Für jede Stufe wird ein eigenes Verfahren der Anlage festgelegt — welche Arbeit gestoppt wird und wer wohin geht, ist im Voraus bestimmt.

Übermittlung des Alarms und die „Gefahr vorbei"-Meldung

Der Alarm kann über Sirene, Blitzleuchte, einen Trockenkontakt zu SCADA/Automation, SMS oder mobile Benachrichtigung übermittelt werden. Mindestens so wichtig wie der Alarm selbst ist das „All-Clear"-Signal, das das Ende der Gefahr meldet; es legt fest, wann der Betrieb sicher wieder aufgenommen werden kann.

Wo bietet es entscheidenden Nutzen?

  • Arbeiten im Freien — Baustellen, Hochspannungsleitungen, Wartung von Telekommunikationsmasten; jede Arbeit, bei der Personal im Freien ist.
  • Kraftstoff- und Chemikalien-Abfüllanlagen — kritische Minuten, in denen der Abfüllbetrieb gestoppt werden muss.
  • Bergwerke und Steinbrüche — Verschiebung von Sprengarbeiten.
  • Hafen- und Terminalgelände — Kranbetrieb und offene Verladeflächen.
  • Wind- und Solarkraftwerke — Sicherheit der Wartungsteams auf dem Turbinen- und Modulgelände.
  • Flughäfen — Vorfeld- und Bodenverkehrsdienste.
  • Sportstätten und Freiluftveranstaltungsflächen — Gewinn der für die Evakuierung der Menschenmenge benötigten Zeit.
  • Rechenzentren und kritische Anlagen — frühzeitiges Versetzen empfindlicher Systeme in den sicheren Modus.

Umsetzungsprozess

  1. Standortanalyse. Größe der Anlage, Arbeiten im Freien und Blitzdichte der Region werden bewertet.
  2. Auswahl von System und Sensorik. Einpunkt- oder Mehrsensor-Konfiguration wird je nach Größe der Anlage festgelegt.
  3. Positionierung. Der Montagepunkt wird unter Berücksichtigung naher Gebäude und metallischer Bauteile gewählt, die die Messgenauigkeit des Sensors beeinflussen.
  4. Alarmintegration. Sirene, Blitzleuchte, SCADA-Anbindung und Benachrichtigungskanäle werden eingerichtet.
  5. Festlegung des Verfahrens. Für jede Alarmstufe werden die von der Anlage auszuführenden Maßnahmen schriftlich festgehalten. Das System allein erzeugt ohne Verfahren keinen Nutzen.
  6. Inbetriebnahme und Schulung. Das Nutzerteam wird in System und Verfahren geschult.
KOSTENLOSE BESICHTIGUNG
Bitte aktiviere JavaScript in deinem Browser, um dieses Formular fertigzustellen.