Beim Blitzeinschlag verursacht nicht der Strom selbst den eigentlichen Schaden, sondern die Potentialdifferenz, die zwischen verschiedenen Punkten des Gebäudes entsteht. Während sich der Strom in die Erde entlädt, steigt die Spannung des Erdungssystems schlagartig auf mehrere Tausend Volt. Befindet sich währenddessen eine Wasserleitung, eine Kabelrinne oder eine Datenleitung im Gebäude noch auf dem alten Potential, sucht sich die Differenz den kürzesten Weg zum Ausgleich — und dieser Weg führt oft durch ein Gerät oder über einen Menschen.
Der Potentialausgleich wird genau deshalb durchgeführt, um diese Differenz zu beseitigen. Indem alle leitfähigen Teile im Gebäude auf ein gemeinsames Potential gebracht werden, steigen sie beim Blitzeinschlag gemeinsam an. Entsteht keine Differenz, entsteht auch kein Überschlag.
Als Yılkomer liefern wir nicht nur die Ausrüstung für das Potentialausgleichssystem, sondern führen auch Planung und Ausführung im Rahmen der Normen durch.
Die 4 Grundkomponenten des Potentialausgleichssystems
Sie ist das Zentrum des Systems und wird in der Regel am Gebäudeeingang, am nächstgelegenen Punkt zum Erdungssystem, platziert. Hier treffen der Erdungsleiter, die Ableitungen des äußeren Blitzschutzsystems, der Schutzleiter der elektrischen Anlage und alle in das Gebäude eintretenden Metallinstallationen zusammen. Eine falsch positionierte Hauptschiene verlängert die Verbindungsleiter unnötig und senkt die Wirksamkeit des Systems.
In Hochhäusern und großen Anlagen reicht eine einzige Schiene nicht aus. Unterschienen, die auf den Stockwerken, in Schaltschrankräumen, Maschinenräumen und Nassräumen platziert werden, fassen die Metallteile des jeweiligen Bereichs lokal zusammen und leiten sie zur Hauptschiene weiter. Diese Abstufung hält die Verbindungsleiter kurz.
Rohrleitungen, Kabelrinnen, Lüftungskanäle und metallische Bauteile werden mit Leitern geeigneten Querschnitts und Rohrschellen an die Schienen angeschlossen. Eine Schellenverbindung, die ohne Entfernen von Farbe, Rost und Isolierschicht an der Anschlussstelle hergestellt wird, sieht zwar vollständig aus, ist elektrisch jedoch wirkungslos.
Manche Systeme dürfen nicht direkt mit der Erdung verbunden werden — dazu zählen vor allem Erdgasleitungen und kathodisch geschützte Rohrleitungen. An diesen Stellen kommt eine Trennfunkenstrecke (isolating spark gap) zum Einsatz: Im Normalbetrieb hält sie beide Seiten elektrisch getrennt, beim Blitzeinschlag wird sie leitfähig und gleicht die Potentialdifferenz aus.
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