
Blitzstromzähler für Überspannungsableiter
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In den letzten Jahren haben die positiven Entwicklungen im Bereich der Solarenergie dazu geführt, dass Investoren sich mit wachsender Dynamik der Sonne zuwenden. Der Solarsektor, der zu den aktivsten Branchen zählt, bringt nicht nur Bewegung in die Produktion von Hauptkomponenten wie Wechselrichtern, Modulen und Unterkonstruktionen, sondern beschleunigt parallel auch nachgelagerte Branchen. Als Zentrum für Blitzschutz setzen wir unser gesamtes Know-how ein, um im Solarsektor fachgerecht geplante und normkonforme Systeme zum Schutz vor Überspannungen und Blitzschlägen umzusetzen, ohne dabei Solar-Investitionen zu gefährden. Mit diesem Beitrag möchten wir betonen, dass EPC-Unternehmen, die Solarsysteme mit sogenannten „Standardlösungen“ schützen, Investoren in Wirklichkeit einem erheblichen Risiko aussetzen.
Leider wird in unserem Land beim Thema Blitzschutz meist ausschließlich an das Blitzableitersystem gedacht und dieses auch umgesetzt. Viele EPC-Unternehmen installieren dieses System jedoch ungeprüft mitten in Solarparks, lediglich um behaupten zu können, dass ein Blitzschutz vorhanden ist. Gemäß der von der IEC veröffentlichten Norm IEC 62305-5 sowie den durch VDE definierten Planungskriterien stellt der Einsatz von Blitzableitern in Solaranlagen ein erhebliches Risiko dar. Die zuverlässigste und sicherste Lösung ist die Anwendung eines Faraday-Systems, das nach der Methode der rollenden Kugel mit passiven Fangeinrichtungen geplant wird. Der Einsatz ionisierender Systeme (Blitzableiter) in offenen Geländen begünstigt, dass durch Kumuluswolken erzeugte Blitzentladungen gezielt zur Anlage gelenkt werden. Stattdessen bieten passive Fangeinrichtungen, die keine Ionen emittieren und nur bei tatsächlicher Einschlagrichtung aktiv werden, einen effektiven Schutz bei gleichzeitig minimalem Risiko. Zudem verhindern ihre schlanke Bauweise jegliche Verschattungsprobleme.
In Solarsystemen muss zwingend ein äußerer Blitzschutz gegen die physikalischen Auswirkungen von Blitzeinschlägen geplant werden. Ein auf die Anlage gerichteter Blitzimpuls mit Temperaturen von bis zu 28.000 °C und Spitzenströmen von 200 kA kann physisch schwerwiegende und kaum reversible Schäden verursachen. Ein Blitzableitersystem allein reicht jedoch nicht aus, um vor Blitz- und Überspannungsimpulsen zu schützen. Zum Schutz vor den elektrischen Auswirkungen von Blitzen müssen unbedingt DC- und AC-NIEDERSPANNUNGS-ÜBERSPANNUNGSSCHUTZ-Systeme installiert werden. Viele EPC-Unternehmen setzen Blitzableiter ein, verzichten jedoch auf Überspannungsschutzgeräte und ziehen damit die Impulse direkt in die Anlage, ohne Wechselrichter und andere Komponenten zu schützen. Bei der Auswahl der Überspannungsschutzgeräte müssen zwingend Produkte der Klasse B+C verwendet werden, um sowohl Blitz- als auch Netzimpulse sicher abzuleiten. In Wechselrichtern integrierte Schutzsysteme sind häufig lediglich als Klasse C bzw. Typ II ausgeführt und bieten keinen ausreichenden Blitzschutz. Die mit passiven Fangeinrichtungen geschützte Anlage muss daher auf AC-, DC- und Datenleitungen zusätzlich mit Niederspannungs-Überspannungsschutzsystemen ausgestattet werden. Nach TS EN 61643-11 geprüfte Geräte müssen sowohl 8/20- als auch 10/350-Impulsformen erfüllen. Zudem müssen die eingesetzten Produkte zwingend über eine Konformitätsbescheinigung gemäß TS EN 50539-11 verfügen.

Abschließend ist zur langfristigen Absicherung einer Solaranlage gegen Überspannungen und Korrosion ein funktionierendes POTENZIALAUSGLEICHSSYSTEM unerlässlich. Insbesondere äußere Blitzschutzsysteme müssen über dämpfende Überspannungsableiter (Spark Gaps) in den Potenzialausgleich eingebunden werden. Wird beispielsweise ein Blitzableitersystem nicht in den Potenzialausgleich integriert – was häufig der Fall ist – steigt das Risiko für die Anlage erheblich, da sich der Impuls innerhalb von 25 Nanosekunden den Weg mit dem geringsten Widerstand sucht. Daher müssen passive Fangeinrichtungen über Ringleiter und Spark Gaps rund um das Solarfeld in den Potenzialausgleich eingebunden und die Zielwerte des Erdungswiderstands erreicht werden. Zudem ist der Einsatz von Korrosionsschutzbändern an sämtlichen Verbindungsstellen von großer Bedeutung.
Zusammenfassend ergreifen wir als Zentrum für Blitzschutz alle notwendigen Maßnahmen, um im Bereich der Blitzschutzsysteme für SOLARINVESTITIONEN korrekte Anwendungen sicherzustellen und das Bewusstsein in der Branche zu schärfen. EPC-Unternehmen und Investoren, die Unterstützung wünschen, können sich jederzeit an unser erfahrenes Ingenieurteam wenden.
Wir wünschen allen blitzfreie und sonnige Tage.







