
Setzen Sie Ihre Solarkraftwerke nicht aufs Spiel
7 Juli 2015
Berechnung des Faradayschen Käfigs
12 Juli 2015Heutzutage gibt es im Bereich des Überspannungs- und Blitzschutzes einen sehr häufig verwendeten Begriff: „POTENTIALAUSGLEICH„. Ja, das Potentialausgleichssystem ist einer der wichtigsten Bestandteile der vierfachen Systemintegration, die wir beim Schutz vor plötzlichen Überspannungen und Blitzeinschlägen stets betonen. Hunderte von Anlagen in organisierten Industriegebieten verursachen aufgrund von Potentialunterschieden kontinuierlich Schäden aneinander. Ein Blitzeinschlag, der auf eine Fabrik gerichtet ist, kann viele umliegende Betriebe beeinflussen, oder eine in einer Fabrik entstehende plötzliche Überspannung kann innerhalb von Nanosekunden benachbarte Anlagen beschädigen. Aus elektrischer Sicht gilt hier das Sprichwort „Der Nachbar braucht nicht die Asche des Nachbarn“. Insbesondere Blitzeinschläge und Schaltüberspannungen stellen in nebeneinanderliegenden Anlagen wie organisierten Industriegebieten ein erhebliches Risiko dar. Diese extrem schnellen Impulse stellen vor allem für Automatisierungssysteme, aber auch für alle elektrischen Anlagen ein großes Risiko dar, unterbrechen die Produktion und führen dazu, dass Instandhaltungsingenieure ständig Überstunden leisten müssen.

Für Fabriken, die zusätzlich zu Potentialunterschieden diesen Impulsen direkt ausgesetzt sind, sind Probleme unvermeidlich. Darüber hinaus stellen netzbedingte plötzliche Überspannungsimpulse auch für organisierte Industriegebiete ein erhebliches Risiko dar.
Für Fabriken, die diesen Impulsen unabhängig von Potentialunterschieden direkt ausgesetzt sind, sind Probleme unvermeidlich. Darüber hinaus stellen netzseitig verursachte plötzliche Überspannungen ein großes Risiko für Organisierte Industriegebiete dar. Plötzliche Spannungserhöhungen im Netz führen zu erheblichen Spannungsschwankungen und verursachen finanzielle Schäden. Unabhängig davon, wie stabil die Infrastruktur ist, erzeugen Transformatoren, die hunderte von Fabriken in Industriegebieten versorgen, bei plötzlichen Lastwechseln Spannungsspitzen. Ähnliche Probleme treten auch bei Stromausfällen und beim Wiederzuschalten der Energieversorgung auf. Ein weiteres häufiges Problem ist der Blitzeinschlag ins Netz und die Verteilung dieser Überspannungen auf die angeschlossenen Fabriken. Zusätzlich zu all diesen Faktoren stellen Oberwellen – oft unterschätzt, jedoch äußerst gefährlich – insbesondere für elektronische Maschinensteuerungen eine große Bedrohung dar.
Angesichts der zahlreichen Risiken für Anlagen in organisierten Industriegebieten stellt sich die Frage, ob tatsächlich geeignete Schutzmaßnahmen gegen Blitzeinschläge und plötzliche Überspannungen getroffen werden. Unsere Beobachtungen zeigen, dass lediglich etwa 10 % der Anlagen ausreichend geschützt sind. Infolgedessen kommt es regelmäßig zu beschädigten Systemen, ausgefallenen Maschinen und wiederkehrenden Störungen. Das Sprichwort „Jeder trägt die Verantwortung für sich selbst“ trifft hier voll und ganz zu. Wenn Sie Ihre Anlage nicht schützen, werden Sie – unabhängig davon, ob die Ursache vom Industriegebiet oder von benachbarten Betrieben ausgeht – selbst mit den Konsequenzen konfrontiert sein. Daher müssen geeignete Schutzmaßnahmen zwingend umgesetzt werden.
Die auf den Dächern neu entstehender Anlagen installierten Blitzableitersysteme bieten keinen ausreichenden Schutz gegen plötzliche Überspannungen. Um einen wirksamen Schutz gegen Blitzeinschläge und andere elektrische Störimpulse zu gewährleisten, ist die Installation eines NIEDERSPANNUNGS-ÜBERSPANNUNGSSCHUTZSYSTEMS mit vier koordinierten Schutzstufen zwingend erforderlich. Ein Schutzkonzept, das am Hauptverteiler beginnt und bis zu empfindlichen Endgeräten reicht, senkt die Betriebskosten, minimiert den Wartungsaufwand und gewährleistet eine nachhaltige Produktion. Eine fachgerechte Analyse, die richtige Produktauswahl für den passenden Einsatzort sowie eine korrekte Installation führen zum optimalen Ergebnis.
Wir empfehlen Betrieben in organisierten Industriegebieten dringend den Einsatz von innerem Blitzschutz, um Blitzeinwirkungen und alle anderen elektrischen Überspannungen wirksam zu beherrschen.
Darüber hinaus kann auch die Verwaltung der Industriegebiete einen wichtigen Beitrag zum Gesamtschutz leisten, indem in den Niederspannungshauptverteilungen der Transformatoren Überspannungsschutzgeräte der Klasse B+C mit VG-Technologie installiert werden. Aufgrund von Entfernungen und Schutzbereichsgrenzen muss jedoch jede Anlage über eine eigene, lokale Schutzlösung verfügen. In diesem Konzept müssen die in den Industriegebietsverteilungen installierten Geräte mit den lokalen Schutzsystemen koordiniert zusammenarbeiten.
Bei einem Blitzeinschlag in Ihr Blitzschutzsystem sind die elektrischen Anlagen einem erheblichen Risiko ausgesetzt. Dieses Risiko kann durch eine optimal ausgelegte Überspannungsschutzlösung wirksam beseitigt werden.




