
ISOLIERTE TRIPOD-BLITZSCHUTZSYSTEME
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Der endgültige Schutz von Telekom- und GSM-Masten vor Blitzeinschlägen mit RAYVOSS
16 Dezember 2018KAMERASYSTEME SCHÜTZEN UNS VOR JEDEM ÜBEL, ABER KÖNNEN SIE SIE SCHÜTZEN?
Das Durchbrennen von Kameras und Switches infolge von Blitzeinschlägen und plötzlichen Spannungsspitzen ist in unserem Land zu einem chronischen Problem geworden. In vielen Anlagen vom öffentlichen bis zum privaten Sektor werden Kameras kontinuierlich beschädigt. Diese Schäden verursachen zwar erhebliche wirtschaftliche Verluste, das wichtigste Problem ist jedoch die Entstehung einer Sicherheitslücke. Dass Kameras bei jedem Blitzeinschlag beschädigt werden, ist kein unlösbares Problem. In diesem Beitrag fassen wir kurz die Schritte zusammen, die Sie zum Schutz von Kameras vor Blitzen unternehmen müssen.

1) Wie werden Kameras durch Blitzeinschläge beschädigt?
Ein Blitzeinschlag kann aufgrund unterschiedlicher Bodenwiderstände und von Potenzialunterschieden innerhalb der Anlage alle Geräte in einem Umkreis von 2 km erreichen. Der Impuls kann sich direkt über Energie-, Koaxial-, Daten- und Ethernet-Leitungen ausbreiten oder Systeme durch magnetische Effekte beschädigen. Kameras, Switches und USV-Systeme sind von diesen Effekten betroffen. Neben Blitzen verursachen auch netzbedingte plötzliche Spannungsspitzen, Oberschwingungen und Schaltimpulse Schäden. Kameras, insbesondere IP-Kameras, werden sehr schnell durch magnetische Effekte beeinflusst. Zusätzlich zu diesen indirekten Auswirkungen können auf Masten montierte Kameras durch einen direkten Blitzeinschlag auf den Mast beschädigt werden. Außerdem können an Gebäudefassaden montierte Kamerasysteme induziert werden, wenn ein Blitzimpuls auf nicht isolierte äußere Blitzschutzsysteme trifft. Wie aus diesen Beschreibungen ersichtlich ist, handelt es sich um ein Gesamtthema. Fehlende Potenzialausgleichssysteme, fehlerhafte Installation äußerer Blitzschutzsysteme, ungeschützte Masten und der Einsatz fehlender NS-Überspannungsschutzgeräte führen dazu, dass Kamera- und Switch-Systeme durch Blitze beschädigt werden.

2) WIE SCHÜTZEN WIR KAMERAS MIT NS-ÜBERSPANNUNGSSCHUTZSYSTEMEN?
Um Schäden an Kamera- und Switch-Systemen durch Blitze und plötzliche Überspannungsimpulse zu verhindern, müssen Niederspannungs-Überspannungsschutzsysteme stufenweise eingesetzt werden. Als Yılkomer verwenden wir Produkte der Marken Raycap/Iskra Zascite, für die wir landesweit verantwortlich sind, um unsere Systeme vor Blitz- und Netzimpulsen zu schützen. In den letzten 3 Jahren wurden in der gesamten Türkei mehr als 40.000 Kamerasysteme unter dem Schutz von Yılkomer abgesichert und wir verzeichnen eine 100%ige Schutzstatistik. Diese Erfahrung möchten wir mit Ihnen teilen und die von uns häufig verwendeten Blitzschutzprodukte für Kamerasysteme Punkt für Punkt erläutern;

A) IN POE-, ETHERNET-, RJ45-LEITUNGEN – RAYDAT NET 6 RAYCAP HYBRID-TECHNOLOGIE NS-ÜBERSPANNUNGSSCHUTZSYSTEM
Raydat Net6, das sowohl an Switch- als auch an Kameraseiten in Ethernet-Leitungen eingesetzt werden sollte, basiert nicht nur auf Diodentechnologie, sondern verfügt auch über eine Gasentladungsröhren-Technologie. Dieses Produkt mit Hybridtechnologie ist das widerstandsfähigste und langlebigste seiner Klasse. Mit Raydat Net6 an den Ethernet-Eingängen werden sowohl Switch- als auch Kameraeingänge geschützt.

B) AN 220-V-ENERGIEEINGÄNGEN – RAYCAP TYP 1+2+3 PROTEC ASL 1P+N SERIE
Bei der Versorgung von Switches über 220-V-Leitungen müssen wir sowohl Blitz- als auch Netzimpulse bekämpfen. Eine reine Typ-2-Schutzmaßnahme ist hier nicht ausreichend; es ist Schutz gegen Blitz- und Netzimpulse erforderlich. An diesem Punkt ist der Einsatz von Produkten mit Safetec-Technologie und MOV+GDT-Eigenschaften äußerst wichtig. Unser Typ-1+2+3-Produkt schützt sowohl vor Blitz- als auch vor Netzimpulsen und bietet zusätzlich einen Typ-3-Schutz gegen empfindliche Impulse wie 2,5 kA. Mit diesem auf empfindlichen Schutz ausgerichteten Produkt können Sie die 220-V-Leitungen vollständig absichern. Das entsprechende Produkt wird parallel in das System integriert.

C) AN 12-, 24-, 48-V-DC-NETZTEILAUSGÄNGEN – RAYCAP DMDR 20 SERIE MUSS VERWENDET WERDEN
Nach dem 220-V-Schutz sollte an den 12-, 24-, 48-V-Ausgängen ein DC-Schutz, insbesondere mit der DMDR-20-Serie, eingesetzt werden. Die DMDR-20-Serie, die ebenfalls parallel in das System integriert wird, bietet mit ihrer Hybridtechnologie einen langlebigen Schutz.

D) Wenn unsere Systemstruktur anders ist und die 220-V-Energieleitung bis zur Kamera reicht, müssen wir an der Kameraposition unsere DMGR-320-Serie verwenden, die einen empfindlichen Schutz in der Kategorie Typ 3 bietet. Dieses Produkt wird ebenfalls parallel in das System integriert.

E) Wenn unser System nicht IP-basiert ist und die Bildübertragung über Koaxialleitungen erfolgt, muss ein bidirektionaler Schutz mit RAYCOX-BNC-Schutz gewährleistet werden.

F) Auch an den Hauptenergieausgangstafeln der Anlage ist ein Haupt-Eingangsschutz zum Schutz des gesamten Systems wichtig.
Hierfür empfehlen wir unser PROBLOC TYP 1+2 100KA Produkt.

3) Welche Rolle spielt die Erdung im Kameraschutzsystem?
Die Montage ist ebenso wichtig wie die Produktauswahl. In NS-Überspannungsschutzsystemen müssen Erdungsanschlüsse ausgeführt werden. Der größte Fehler bei Kamerasystemen besteht darin, die Gehäuseerdung innerhalb des Schranks mit den Geräten zu verbinden und diese Erdung auch für den Überspannungsschutz zu verwenden. Bei einem möglichen Impuls wird dieser erneut vom Erdungspunkt auf das Gehäuse übertragen und die Geräte werden beschädigt. Eine schützende Gehäuseerdung kann erfolgen, jedoch müssen die Erdung des Überspannungsschutzes und die Gerätee rdungen über eine separate Sammelschiene erfolgen.
4) Die Bedeutung des Potenzialausgleichs beim Schutz von Kameras vor Blitzen?
Alle Kamerasysteme müssen in das Potenzialausgleichssystem integriert werden. Insbesondere Außenkameras auf Masten müssen zwingend in den Potenzialausgleich einbezogen werden. Andernfalls ist es wahrscheinlich, dass der Impuls die Kameras stärker beschädigt. Bei Mastanwendungen müssen alle metallischen Teile wie Zäune in der Umgebung mit der Kameraerdung potenzialgleich verbunden sein. Zusätzlich kann an dieser Stelle durch den Einsatz von Funkenstrecken-Überspannungsschutzgeräten eine Maßnahme gegen aus dem Erdreich kommende Impulse getroffen werden.

5) Zusammenhang zwischen äußeren Blitzschutzsystemen und dem Blitzschutz von Kameras
Wenn in einer Anlage ein aktives Blitzschutzsystem vorhanden ist, ist das Blitzeinschlagspotenzial hoch. Wenn möglich, sollten passive Fangeinrichtungen bevorzugt werden. Der beste Schutz wird durch passive Systeme erreicht, die den Blitz nicht anziehen, sondern erst dann aktiv werden, wenn der Blitz einschlagen will. In Gebäudeanwendungen werden insbesondere Kameras, die auf leitfähigen Oberflächen montiert sind, sofort beschädigt, wenn ein Blitz in den Blitzableiter einschlägt. Der Grund hierfür ist der fehlende Trennungsabstand und der Einsatz blanker Ableitungen. Unsere Empfehlung an dieser Stelle ist der Einsatz isolierter Ableitungen. Außerdem muss die Erdung des äußeren Blitzschutzes zwingend potenzialgleich mit der gesamten Anlagen erdung sein. Bei freistehenden Mastanwendungen ist der wichtigste Punkt die Verwendung passiver Fangeinrichtungen auf dem Mast. Durch ein isoliertes Abführen kann eine Induktion am Mast verhindert werden.
Ergebnis
Zusammenfassend ist es eine Tatsache, dass in unserem Land in den Sommermonaten innerhalb von 2 Tagen 155.000 Blitzeinschläge auftreten. Das bedeutet, dass Blitze ein unvermeidbares Naturereignis in unserem Leben sein werden. Und Sie können als für den Schutz unserer Systeme verantwortliche Ingenieure den bestmöglichen Schutz Ihrer Kameras sicherstellen. Dass Ihre Kameras und Switches durchbrennen, ist kein Schicksal. Sie können von unserer Produktauswahl, Anwendungsunterstützung und unseren kostenlosen Vor-Ort-Analysen profitieren. Vergessen Sie nicht: Yılkomer „Schützt Ihre Werte!“.




