
Warum sollten Überspannungsableiter in Anlagen eingesetzt werden?
14 September 2015
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17 September 2015Heutzutage benötigen Unternehmen zunehmend unterbrechungsfreie Energie. Krankenhäuser, Banken, Rechenzentren, Softwarefirmen und ähnliche Einrichtungen benötigen USV- und Stromversorgungssysteme. Dank USV-Systemen kann der Betrieb ohne Datenverlust oder Arbeitsunterbrechung fortgesetzt werden. Darüber hinaus werden Probleme wie Netzausfälle, Frequenzabweichungen und Spannungsschwankungen minimal wahrgenommen.
Es besteht die weitverbreitete Meinung, dass unterbrechungsfreie Stromversorgungen als Überspannungsschutzsystem betrachtet werden können. Tatsächlich regulieren diese Systeme lediglich Spannungsschwankungen im Netz. Sie enthalten kein Überstromschutzsystem. Bei den meisten Geräten, die dies behaupten, ist lediglich ein kleiner Tiefpassfilter vorhanden, der nur gegen Funkstörungen schützt, jedoch nicht vor hochamplitudigen, schädigenden transienten Überspannungen.
Und was ist mit Sicherungen und Relais?
Sicherungen und Relais in Schaltschränken sind bei blitzcharakteristischen Spannungsspitzen unwirksam. Sicherungs- und relaisbasierte Schutzsysteme sind für langanhaltende Spannungsimpulse ausgelegt. Blitzimpulse hingegen sind von sehr kurzer Dauer und klingen über den Boden langsam ab. Daher werden Überspannungsableitersysteme (Parafudr) benötigt.
Bedeutung des Stufenschutzes
Laut DIN-IEC-Normen sollte der Blitz- und Überspannungsschutz stufenweise implementiert werden. Jede Stufe reduziert die Impuls-Spannung auf ein für das System ungefährliches Niveau. Klasse B Schutz wird gegen Blitzimpulse eingesetzt, Klasse C gegen transiente Überspannungen in der Anlage, und Klasse D zum Schutz empfindlicher Geräte. Überspannungsableiter der Klasse B werden auch als Class 1 oder Typ 1, Klasse C als Typ 2 oder Class 2 und Klasse D als Class 3 oder Typ 3 bezeichnet.




