Prüf- und Konformitätsbescheinigung für elektrische Anlagen
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28 Juni 2016Für die Kontinuität und den Fortbestand elektrischer Anlagen ist die regelmäßige und korrekte Durchführung von Messungen von großer Bedeutung. Eine dieser Messungen ist die Schleifenimpedanzmessung. Die Schleifenimpedanz ist für Konformitätsberichte elektrischer Anlagen erforderlich.
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Was ist Schleifenimpedanz?
Die Schleifenimpedanz kann als die zwischen dem Außenleiter (L) und der Schutzerde (PE) gemessene Quellimpedanz definiert werden. Wenn eine elektrische Anlage durch Überstromschutzeinrichtungen geschützt ist, muss die Schleifenimpedanz gemessen werden. Damit das verwendete Schutzorgan aufgrund des Fehlerstroms, der bei einem Kurzschluss auftritt, den Stromkreis im gewünschten Zeitintervall öffnet, muss der Impedanzwert zwischen der Phase und dem PEN-Leiter innerhalb der Normen liegen.
Wie wird die Messung durchgeführt?
Das Gerät entnimmt der Phasenleitung einen bestimmten Strom und leitet ihn über die Erdungsleitung zur Erde. Dieser über die Erde fließende Strom (Nullpunkt) kehrt von der Sternpunkterdung des Transformators (Betriebserdung) zum Phasenleiter zurück, d. h. er kehrt zum Gerät zurück. Die Summe der Widerstandswerte aller Leitungen, die er in dieser Richtung durchläuft, wird als Schleifenimpedanz bezeichnet. Dieser Impedanzwert enthält die folgenden Werte:
- Schutzerdung
- Betriebserdung
- Sekundärwicklungswiderstände des Transformators
- Phasenleiterwiderstand
- Widerstand des Schutzleiters
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Die Summe dieser fünf ist die Schleifenimpedanz. Der auf diese Weise gemessene Erdungswert ist der korrekte. Denn Schutzelemente reagieren auf den Kurzschlussstrom, der auf dieser Leitung entsteht. Beispielsweise sind im TT-System bei einem Kurzschluss von der Phasenleitung zu einem Maschinengehäuse diese fünf Punkte der Weg, dem der Strom folgt.






