
Technische Spezifikation für den Blitzschutz von Solarkraftwerken
11 Januar 2015
Branchenbewertung für Blitz- und Überspannungsschutz
2 Februar 2015Gemeinschaftliche Bauwerke haben im modernisierten Wohnungssektor einen erheblichen Marktanteil erreicht. Parallel zur technologischen Entwicklung werden Gebäudeautomationssysteme in solchen Wohnanlagen auf einem immer höheren Niveau eingesetzt. Sowohl im Hinblick auf die Anzahl der Bewohner als auch auf die Sicherheit elektronischer Systeme ist ein Blitzschutzsystem in Wohnanlagen von äußerst großer Bedeutung. In den innerhalb der Anlage befindlichen Gemeinschaftsbereichen ist die Personendichte sehr hoch, weshalb durch eine sorgfältige Analyse von Brand- und Lebensrisiken die richtigen Schutzsysteme integriert werden müssen. Als Yıldırımdan Korunma Merkezi führen wir in Wohnanlagen und Siedlungen kostenlose Risikoanalysen und Begehungen durch.
Blitzschutzsysteme sind ein Thema, das mit großer Sorgfalt und gemäß den geltenden Normen behandelt werden muss. In den Ländern der Europäischen Union sowie in anderen entwickelten Staaten werden regelmäßig Symposien zum Thema Blitzschutz veranstaltet und die Normen kontinuierlich überarbeitet. Auch in unserem Land wird dieses Thema von Fachingenieuren intensiv untersucht. Die Verfolgung internationaler Normen und deren Inkrafttreten gehören zu den Aufgaben des TSE, und die Bedeutung von Produkten mit Zertifikaten aus international akkreditierten Laboren nimmt stetig zu. Neben der Bedeutung der Normen ist auch die korrekte Projektierung und fachgerechte Umsetzung der Systeme von großer Wichtigkeit. Denn die während eines Blitzeinschlags entstehende Hochspannung kann zu erheblichen Personen- und Sachschäden führen. Um Verluste an Menschenleben und Eigentum zu verhindern, ist es eine unumgängliche Tatsache, dass alle Menschen und Bauwerke auf der Erde gegen Blitzentladungen geschützt werden müssen. Für den Blitzschutz von Bauwerken werden zahlreiche Methoden aktiv eingesetzt. Bei der Auswahl dieser Methoden müssen jedoch Kriterien wie Gebäudetyp, Größe, geopolitische Lage, elektrische Gegebenheiten und das Erdungssystem von Ingenieuren sorgfältig analysiert werden, um letztlich das am besten geeignete System anzuwenden und die negativen Auswirkungen von Blitzentladungen von den Bauwerken fernzuhalten. Bis vor Kurzem ging man davon aus, dass allein durch die Aktivierung des äußeren Blitzschutzsystems mittels Blitzableitern ein ausreichender Schutz gewährleistet sei. Diese teilweise Schutzwirkung wird heute durch verschiedene kompatible Geräte ergänzt. Diese Geräte wurden entwickelt, um vor direkten Blitzeinschlägen zu schützen, gefährliche Potenzialunterschiede zwischen benachbarten Punkten zu vermeiden, Induktionseffekte auf Schaltungen und elektrische Leiter zu verhindern und auf Netzleitungen transportierte Hochspannungen zu unterdrücken. Bauwerke können einzeln oder als Gesamtheit vor Blitz geschützt werden. Für den Blitzschutz von Bauwerken werden folgende Methoden eingesetzt:
►Schutzmethode mit Franklin-Stab (Fangeinrichtung)
►Faraday-Käfig-Methode und Abspannseil-Methode
►ESE-Außenblitzschutzsysteme mit isolierten Ableitungen
Diese Methoden stellen jedoch nur einen Teil der Blitzschutzstufen dar.
Um Bauwerke und Menschen vollständig vor Blitz zu schützen, müssen nach unserer Auffassung die folgenden vier Punkte erfüllt sein:
- Installation eines äußeren Blitzschutzsystems
- Installation eines inneren Blitzschutzsystems
- Ausführung einer Fundamenterderanlage
- Herstellung eines Potenzialausgleichssystems
Im Rahmen dieser vier Punkte ist es notwendig, vor der Betrachtung der empfohlenen Blitzschutzmethoden für Bereiche mit gemeinschaftlichen Bauwerken den Begriff der „gemeinschaftlichen Bauwerke“ näher zu erläutern. Große Wohnanlagen mit 50 Blöcken fallen ebenso unter diesen Begriff wie Anlagen mit 5 Blöcken. Darüber hinaus zählen Produktionsstätten von Industrieunternehmen mit mehreren Gebäudeblöcken, Universitätsgebäude in Blockstruktur, Krankenhäuser und militärische Anlagen ebenfalls zu den gemeinschaftlichen Bauwerken.
Der Blitzschutz der oben beschriebenen Bauwerke sollte in vier Stufen betrachtet werden. Nach der Installation der äußeren Blitzschutzsysteme ist die Errichtung innerer Blitzschutzsysteme von entscheidender Bedeutung, um elektronische Geräte vor Hochspannungseinwirkungen zu schützen. Voraussetzung für die Installation dieser Systeme ist jedoch eine fachgerecht ausgeführte Erdung der Gebäude. Innere Blitzschutzsysteme werden klassifiziert in B, B+C, C, D (Koaxialkameraschutz, Serverschutz, Telefonleitungsschutz) und unter Berücksichtigung der elektrischen Kriterien der Haupt- und Unterverteilungen installiert.

Fundamenterder und Potenzialausgleichssysteme sind für den Blitz- und Überspannungsschutz zwingend erforderlich
Sind die Hauptverteilungen der Wohnanlagen gemeinsam, wird empfohlen, an dieser Stelle einen Überspannungsschutz der Klasse B zu installieren (bei einem Abstand von mehr als 20 Metern zwischen Haupt- und Unterverteilung die Klasse B+C), in den Unterverteilungen der Wohnungen Überspannungsschutz der Klasse C zu integrieren und anschließend an sensiblen Punkten Schutz der Klasse D einzusetzen. Durch diese Systeme wird die Beschädigung elektronischer Geräte verhindert und das Risiko von Bränden durch Lichtbögen minimiert. Nachdem diese beiden Systeme installiert wurden und sofern keine Probleme mit der Erdung der Gebäude bestehen, besteht der letzte Schritt darin, innerhalb der Wohnanlage den Potenzialausgleich zwischen den Gebäuden herzustellen. Durch die Herstellung des Potenzialausgleichs werden Kopplungseffekte innerhalb der Anlage eliminiert, was ein sicheres Wohnen durch einen gemeinsamen Erdungspunkt ermöglicht. Im Rahmen der Potenzialausgleichssysteme müssen auch die Erdungen der äußeren Blitzschutzsysteme in den Potenzialausgleich einbezogen werden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Installation von Blitzschutzsystemen umfangreiche ingenieurtechnische Berechnungen und Erfahrung erfordert. Vor allem ist es wichtig, dass alle zu installierenden Systeme und eingesetzten Produkte gemäß den einschlägigen Normen hergestellt wurden und über die erforderlichen Prüf- und Zertifizierungsnachweise verfügen.




