
Worin unterscheiden sich Überspannungsschutzgeräte der Klasse Typ 1+2 (B+C) von Überspannungsschutzgeräten des Typs 2 (Klasse C)?
28 Juni 2016
Schutz von Bahnhöfen vor Überspannung | Beispiel
15 Juli 2016Im Rahmen der Normen IEC 62305 und DIN VDE 0855-300 müssen Funk-Sende-Empfangsstationen mit Energie- und Feinschutz-Überspannungsableitern geschützt werden. Empfänger- und Sendersysteme der Stationen werden durch plötzliche Spannungsspitzen, vor allem durch blitzbedingte Impulse, beschädigt. Besonders wichtig ist der Schutz von schwer zugänglichen, an hohen Punkten installierten Funkstationen gegen Impulse. Jede Station verfügt zwangsläufig über eine Stromversorgung (230/400V), und aufgrund der Probleme, die wir im Energienetz erleben, muss der Schutz vorrangig an den Ein- und Ausgängen der Stromversorgung gewährleistet sein. Kompaktmodelle der Typ 1+2+3 Schutzmodule gegen Blitzimpulse, die über die Erdungsleitung und indirekte Wege kommen, müssen unbedingt am Punkt der Stromversorgung und vor dem Zähler verwendet werden. Das ausgewählte Produkt sollte unter Berücksichtigung der Erdungstypen TT, TN-C oder TN-S im Rahmen der Norm IEC 60364-5-53 ausgewählt werden. Angesichts der schwer zugänglichen Punkte und der Schwierigkeit, verbrannte Ableiterkartuschen auszutauschen, ist es wichtig, Produkte mit VG-Technologie oder alternativ Funkenstreckentechnologie zu wählen. Die Auswahl der Überspannungsableiter ist äußerst wichtig, um eine Unterbrechung der Systemenergie und einen Ausfall der Station zu verhindern. Wenn zwei verschiedene Arten von externen Produkten in derselben Station verwendet werden, d.h. wenn Klasse B Überspannungsableiter und Klasse C Überspannungsableiter (Typ 1 und Typ 2) separat verwendet werden sollen, muss unbedingt ein Design gemäß den Koordinations- und Selektivitätskriterien erstellt werden. Andernfalls wird der zum Schutz vor Blitzimpulsen installierte Typ 1 Ableiter nicht aktiviert und verhindert den Schutz des Systems, da der Typ 2 Ableiter schnell reagiert. Alle Details zu diesem Thema haben wir in unseren früheren Artikeln auf unserer Blog-Seite geschrieben, daher gehen wir in diesem Artikel nicht detailliert auf die Selektivität bei Überspannungsableitern ein.
Neben den Energieleitungen müssen wir unbedingt Schutzmaßnahmen innerhalb der festen Netzwerkverbindungen und der Netzwerkinfrastruktur ergreifen, die sehr häufig von Impulsen betroffen sind. Insbesondere Elemente der RBS-Schalttechnologie, Basisstationssteuereinheiten und mobile Vermittlungsstellen können von Blitz- und plötzlichen Überspannungsimpulsen im Nanosekundenbereich betroffen sein. Vor allem feste Netzwerkverbindungen tragen Blitzimpulse im Außenbereich in die Anlage. Auch Empfänger- und Senderverbindungen werden durch die direkte Einwirkung von Blitzimpulsen beeinträchtigt. Um all diese Probleme zu vermeiden, sollten Feinschutzprodukte ausgewählt werden, die für alle Schwachstrom- und Kommunikationssysteme geeignet sind. An all diesen Punkten jeweils;
LSA Plus Telekommunikationsleitungsschutzmodule
- Koaxiale Kommunikations- und Antennenschutzableiter (Produkte müssen entsprechend dem Steckertyp ausgewählt werden)
- Cat-Leitungsschutzmodule – RJ45, Cat6, Cat5, RJ11 Leitungsschutz-Ableiter
- 24 V, 12 V Schwachstromschutzableiter für Kommunikationsmodule
Hierbei ist es äußerst wichtig, die Systemmerkmale zu analysieren und das richtige Produkt für den richtigen Punkt auszuwählen. Der Frequenzbereich des Produkts, das am Übertragungspunkt in Funksystemen verwendet wird, ist von großer Bedeutung. Ein Produkt, dessen Frequenzbereich nicht korrekt ausgewählt wurde, verhindert, dass das System ordnungsgemäß funktioniert, und bietet nicht den vorgesehenen Schutz. Die Punkt-zu-Punkt-Fernversorgungsspannung (PTP) muss je nach Anwendungstyp korrekt bestimmt werden. Die Betriebsspannung ist für Uc Überspannungsableiter äußerst wichtig. Daher sind der Frequenzwert, der Steckertyp und der Uc-Spannungswert des auszuwählenden Produkts wichtig. Darüber hinaus sollten die niedrigen passiven Intermodulationswerte (PIM) des Systems sorgfältig geprüft werden. Als Yılkomer erfolgt die Produktauswahl unter Berücksichtigung aller technischen Werte bei 2400 verschiedenen Ableitertypen, die wir unseren Kunden anbieten.

Parallel zum NS-Überspannungsableiter System gilt die vierfache Schutzsystematik auch für den Blitzschutz von Basisstationen. Es ist wichtig, dass das äußere Blitzschutzsystem einen ausreichenden Schutzwinkel bildet und das gesamte System (einschließlich des äußeren Blitzschutzsystems) nach isoliertem Ableiten und Erden auf gleichem Potential liegt. Nach korrekten Erdungsberechnungen werden die funktechnischen und Basisstationen, die schwer zugänglich sind und eine große Bedeutung für die Kommunikation haben, mit dem in unserem Artikel erwähnten Design des NS-Überspannungsableitersystems gegen Blitzimpulse geschützt sein. Für Systemdesign, Produktanfragen und detaillierte technische Informationen können Sie sich jederzeit an das Expertenteam von Yılkomer wenden.





