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30 Oktober 2020Die SEVESO-Richtlinien sind Richtlinien, die eingeführt wurden, um das Risiko schwerer Unfälle zu verhindern, die durch gefährliche Stoffe in Industrieanlagen entstehen können.
Seveso ist eigentlich eine kleine Stadt in der Nähe von Mailand, Italien. Im Jahr 1976 ereignete sich in der neben der Stadt gelegenen Chemiefabrik ICMESA ein schwerer Unfall, bei dem es zu einem Austritt des hochgiftigen Dioxingases kam. Nach diesem Ereignis wurden die SEVESO-Richtlinien veröffentlicht und landesweit anerkannt, um ähnliche Unfälle in Industrieanlagen zu verhindern und alle erforderlichen Risiken zu beseitigen.
In unserem Land wurden die SEVESO-Richtlinien mit der von dem Ministerium für Umwelt und Stadtplanung sowie dem Ministerium für Arbeit und soziale Sicherheit veröffentlichten „Verordnung über die Verhütung schwerer Industrieunfälle und die Minderung ihrer Auswirkungen“ im Amtsblatt vom 30. Dezember 2013 mit der Nummer 28867 verbindlich.
Betrachtet man den Blitzschutz im Rahmen der Seveso-Richtlinien, so gehören Blitzeinschläge in chemischen Anlagen mit brennbaren und explosiven Stoffen zu den größten Risiken im Hinblick auf Explosion und Brand. Das Blitzrisiko hat sich in unserem Land in den letzten drei Jahren verzehnfacht; mit dem Konzept der Superzellen können innerhalb einer Stunde Tausende von Blitzen auf Anlagen und deren Umgebung einschlagen.
Im Rahmen der Seveso-Richtlinien ist der Einsatz aktiver Blitzableiter in Anlagen nicht zulässig. Gemäß der Norm IEC 62305 ist der Einsatz isolierter Blitzschutzsysteme, die den Impuls vollständig isolieren, zwingend erforderlich.

Während ein Blitzeinschlag Temperaturen von 28.000 °C und Spitzenwerte von 200 kA erreichen kann, ist das Schadensausmaß, das er innerhalb von Nanosekunden an einem brennbaren Punkt verursachen kann, enorm. In diesem Zusammenhang müssen Anlagen mit IEC-62305-konformen Auslegungen wie der rollenden Kugelmethode und der Schutzwinkelmethode geschützt werden. Blitzfangeinrichtungen müssen isoliert sein; isolierte Ableitungen müssen vollständig isoliert und ex-geschützt sein. Andernfalls würde ein möglicher Einschlag direkt durch die gesamte Anlage verlaufen. Leider befinden sich in unserem Land selbst auf sehr risikoreichen Tanks aktive Blitzableitersysteme, deren Ableitungen metallische Oberflächen berühren. Aktive Blitzableiter erhöhen das Risiko zusätzlich, indem sie den Blitz durch Ionisation anziehen.

Im Rahmen der SEVESO-III-Richtlinien ist es erforderlich, zunächst eine Risikoanalyse für den Blitzschutz in Ihrer Anlage durchführen zu lassen. Auf Grundlage der Blitzrisikoanalyse müssen gefährdete Bereiche durch eine korrekte Auslegung von Fachingenieuren geschützt werden. Zu diesem Thema finden Sie viele technische Artikel auf der Yılkomer-Blogseite.

Als Yılkomer bieten wir für risikobehaftete Anlagen, die die SEVESO-Richtlinien umsetzen möchten, Blitzschutzdesigns und Anwendungsdienstleistungen gemäß der Norm IEC 62305 an. Unser einziges Ziel ist es, mit unseren vollständig ex-geschützten Produkten das Explosionsrisiko durch Blitze vollständig zu eliminieren. Mit den Schritten der richtigen Ingenieurleistung, der richtigen Besichtigung, der richtigen Risikoanalyse, der richtigen Produktauswahl, der richtigen Anwendung und der richtigen Berichterstattung ist es möglich, Ihre Anlage vor allen möglichen Blitzrisiken zu schützen.

Für Besichtigungen und detaillierte Informationen können Sie sich an die Yılkomer-Hotline wenden oder eine E-Mail an info@yilkomer.com senden.
Vergessen Sie nicht, Yılkomer schützt Ihre Werte!





