
Industrie 4.0 und intelligente Überspannungsschutzgeräte
24 Januar 2016
Die Bedeutung der Koordination und des abgestuften Einsatzes bei Niederspannungs-Überspannungsschutzgeräten
26 Januar 2016Wohnanlagen gehören zu den wichtigsten gemeinschaftlichen Bauwerken und sind gegenüber Blitz– und Überspannungsimpulsen besonders anfällig. Insbesondere in den letzten Jahren hat sich mit der zunehmenden Verbreitung von Gebäudeautomationssystemen die Anzahl der Komponenten, die durch Blitz- und Überspannungseinwirkungen beschädigt werden können, erheblich erhöht. Die Systeme, die in einer Wohnanlage durch einen Überspannungsimpuls leicht beschädigt werden können, sind unter anderem:
- CCTV- und Kamerasysteme
- Brand- und Alarmsysteme
- Automationssysteme
- Elektronische Geräte in Wohnungen
- Druckerhöhungsanlagen und Pumpen
- Telefonleitungen
Blitzeinschläge stellen insbesondere in Bereichen wie Wohnanlagen, in denen viele Menschen zusammenleben, eine ernsthafte Gefahr für Leib und Leben dar. Daher müssen Gebäude und Menschen in erster Linie durch äußere Blitzschutzsysteme geschützt werden. Beim Blitzschutz von Gebäuden können gemäß den geltenden Normen folgende Systeme eingesetzt werden.
- Schutzmethode mit Franklin-Stab (Fangeinrichtung)
- Faradayscher Käfig und Tragseilsystem
- Äußere Blitzschutzsysteme mit isolierten Leitern
Äußere Blitzschutzsysteme schützen Anlagen und Menschen vor den physikalischen Auswirkungen von Blitzen. Innere Blitzschutzsysteme (Überspannungsableiter) schützen hingegen elektronische Systeme vor Überspannungsimpulsen. Aus diesem Grund empfehlen wir den Einsatz von Überspannungsableitern der Klasse B Typ 1 im Hauptverteiler sowie der Klasse C Typ 2 Überspannungsableiter in den Unterverteilern. Besonders empfindliche Bereiche wie Kamerasysteme sollten zusätzlich mit Ableitern der Klasse D geschützt werden.
Die Bedeutung von Erdung und Potentialausgleich
Nach der Installation von inneren und äußeren Blitzschutzsystemen und sofern bei der Erdung der Gebäude keine Probleme bestehen, ist der letzte Schritt die Herstellung des Potentialausgleichs zwischen den Gebäuden innerhalb der Wohnanlage. Bei Potentialausgleichssystemen müssen auch die Erdungen der äußeren Blitzschutzanlagen in den Potentialausgleich einbezogen werden.






