DC-Sicherung
14 April 2016
Schutz von Datalogger-Systemen vor plötzlichen Überspannungen
14 April 2016Fehlerstromschutzschalter (FI/RCD) schützen Anlagen, indem sie den Stromkreis bei Isolationsfehlern unterbrechen. Je nach Verwendungszweck gibt es zwei Typen: 30 mA für Personenschutz und 300 mA für Brandschutz. Der FI überwacht kontinuierlich den Stromfluss zwischen Phase und Neutralleiter. Überschreitet die Differenz 30 mA bzw. 300 mA, löst der Schalter aus. Ströme über 30 mA sind für den Menschen gefährlich, daher wird dieser Wert in den Normen verwendet. Ströme über 300 mA stellen aufgrund von Überhitzung ein Brandrisiko dar, daher sind Leckströme darüber nicht zulässig. Diese Werte sind in IEC 60479-1 festgelegt.
Warum FI/RCD verwenden?
Die Verwendung eines 300 mA FI für Brandschutz an Hauptverteilungspunkten und eines 30 mA FI für Personenschutz an Unterverteilungspunkten, zusammen mit thermomagnetischen Schutzschaltern oder Sicherungen (getrennt oder zusammen), gewährleistet Selektivität zwischen allen Schutzvorrichtungen. Hinweise zur richtigen Verwendung von FI-Geräten finden sich in der Verordnung über elektrische Anlagen und Erdung. Gemäß Artikel 315 der Verordnung über Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz verhindern FI-Geräte, dass Leckströme bestimmte Werte überschreiten, und schützen geerdete Anlagen bei Erdungsfehlern.

Ein weiteres Missverständnis ist die Verwechslung von FI-Geräten mit Sicherungen. Sicherungen schützen Anlagen vor extremen Schäden wie Brand, indem sie bei Überstrom auslösen. Sie sind daher niemals ein primäres Schutzsystem. FI-Geräte lösen nach IEC/EN 61008 aus, wenn ein Fehlerstrom im Stromkreis auftritt.
Relevante Normen
Für FI/RCD gibt es zahlreiche nationale und internationale Normen, darunter:
- TS EN 61008-1,
- TS EN 61008-2-1,
- EN 61008-1,
- EN 61008-2-1,
- IEC 61008-1, IEC 61008-2-1
FI/RCD Klassen
AC-Klasse wird in allgemeinen Stromkreisen und Beleuchtungsverteilungen verwendet.
A-Klasse wird in elektronischen Anwendungen wie Induktionsöfen, Pumpen und Maschinen eingesetzt.
Si-Klasse wird in Blitzrisikogebieten und in Anlagen mit Drehzahlregelung, Frequenzumrichtern oder elektronischen Vorschaltgeräten eingesetzt.
SiE-Klasse hat dieselben Anwendungen wie Si-Klasse, bietet jedoch zusätzlichen Schutz gegen Feuchtigkeit, Nässe und Korrosion. Sie wird auf Schiffen und in risikoreichen Anlagen bevorzugt.





