
Blitzschutz von Solarmodulen durch isolierte oder angewinkelte Fangeinrichtungen hinter den Modulen
7 September 2015
Ex-Überspannungsableiter für brennbare und explosionsgefährdete Bereiche
9 September 2015Das leitfähige Verbinden von nicht aktiven Teilen elektrischer Anlagen, Neutralleitern und den damit verbundenen Teilen mit der Erde mittels einer Elektrode wird als ERDUNG bezeichnet. In Bodenschichten mit unterschiedlichen spezifischen Widerständen besteht das Ziel darin, die Anzahl und Form der zu verwendenden Elektroden entsprechend dem gewünschten Widerstandswert und der Funktion der vorgesehenen Erdung zu berechnen und durch leitfähigen Kontakt mit dem Boden den gewünschten Erdungswiderstand zu erreichen.
Das könnte Sie interessieren: Erdungsmessung
MESSUNG DES BODENSPEZIFISCHEN WIDERSTANDS
Artikel 10/c-5.i.1 der Verordnung zur Erstellung von Projekten für elektrische Inneninstallationen vom 3. Dezember 2003 schreibt die Bestimmung des Bodenwiderstands vor Beginn der Projekte vor.
Bei der Messung des bodenspezifischen Widerstands können verschiedene klassische Methoden wie Wenner, Schlumberger, Dipol-Dipol, Einzelektrode-Dipol, Halb-Wenner und Halb-Schlumberger angewendet werden. Alle genannten traditionellen Methoden werden angewendet, indem 4 Messsonden in unterschiedlichen Abständen entlang einer Geraden in den Boden eingeschlagen werden.
Das erfahrene Ingenieur- und Anwendungsteam des Blitzschutzzentrums bietet Unterstützung bei Planung, Umsetzung, Messung und Materialbeschaffung im Bereich Erdung.
Bei Messungen mit kleinen Abständen werden speziell entwickelte Messgeräte eingesetzt, während bei Messungen mit großen Abständen die Voltmeter-Amperemeter-Methode verwendet wird. Bei elektrischen Methoden wird über zwei in den Boden eingeschlagene Edelstahl- oder Stahlelektroden elektrischer Strom in die Erde eingespeist. Mit zwei weiteren Elektroden an anderen Punkten der Oberfläche wird die im Erdreich entstehende Spannungsdifferenz gemessen. Die Messwerte einiger Bodentypen sind in der folgenden Tabelle dargestellt.
| Bodenart | Bodenspezifischer Widerstand ρE (Ω.m) |
| Sumpf | 5-40 |
| Schlamm, Ton, Humus | 20-200 |
| Sand | 200-2500 |
| Kies | 2000-3000 |
| Verwitterter Stein | Meist < 1000 |
| Sandstein | 2000-3000 |
| Granit | >50.000 |
| Moräne (Geschiebemergel) | >30.000 |
Wenn in einer Anlage ein Gerät oder Motor ausfällt und daraufhin weitere Geräte oder Motoren ausfallen, ohne dass im gemessenen Systemspannungswert eine Anomalie festgestellt wird und die Fehlerquelle nicht gefunden werden kann,
und wenn beim Berühren der METALLISCHEN BAUTEILE innerhalb der Anlage ein elektrischer Schlag auftritt,
kann davon ausgegangen werden, dass ein Erdungsfehler in der Anlage vorliegt und unverzüglich die erforderlichen Maßnahmen ergriffen werden müssen.
ARTEN DER ERDUNG
Schutzerdung
Die Erdung der nicht aktiven Teile von Betriebsmitteln zum Schutz von Personen vor gefährlichen Berührungs- und Schrittspannungen. Die Schutzerdung ist eine der Schutzmaßnahmen gegen Berührungsspannung in Niederspannungsanlagen.
Betriebserdung
Die Erdung des Betriebsstromkreises für den normalen Betrieb der Anlage. In Niederspannungsnetzen erfolgt sie durch Erdung der Neutralpunkte von Transformatoren oder eines Pols bzw. des Mittelleiters bei Gleichstromanlagen. Dadurch wird sichergestellt, dass die gegen Erde auftretende Spannung bestimmte Werte nicht überschreitet.
Funktionserdung
Die Erdung, die durchgeführt wird, damit eine Kommunikationsanlage oder ein Betriebsmittel seine vorgesehene Funktion erfüllt. Der Schutz gegen Blitzeinflüsse, die Erdung von Schienensystemen und die Erdung von Schwachstromgeräten sind Beispiele für Funktionserdung.
Fundamenterder
Die Fundamenterdung erhöht die Wirkung des Potentialausgleichs. Bei Einhaltung der Vorschriften ist die Fundamenterdung als Erder in Starkstromanlagen und Blitzschutzsystemen geeignet.
Diese Erdung ist der Hauptteil der elektrischen Anlage hinter dem Gebäudeanschlusskasten oder einer gleichwertigen Anlage.
Der Fundamenterder muss so angeordnet sein, dass er vollständig von Beton umschlossen ist. Bei Verwendung eines Stahlbanderders muss dieser senkrecht verlegt werden.
Der Fundamenterder muss an Dehnfugen unterbrochen werden. Die Enden müssen außerhalb des Fundaments herausgeführt und ausreichend flexible Verbindungen hergestellt werden. Die Anschlussstellen müssen jederzeit überprüfbar sein. Für die Fundamenterdung sind Stahlbänder mit einem Mindestquerschnitt von 30 mm x 3,5 mm oder Rundstahl mit einem Mindestdurchmesser von 10 mm zu verwenden. Der Stahl kann verzinkt oder unverzinkt sein. Anschlussfahnen müssen aus verzinktem Stahl bestehen. Die Verbindungsteile müssen aus korrosionsbeständigem Stahl gefertigt sein.





